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Jahresrückblick 2018

Beim Administrativ-Stamm im Februar (Einpacken 'Dorfspatz', Mitgliederrechnungen und Einladungen zur Hauptversammlung) spürte man förmlich die Vorfreude auf ein aktives Vereinsjahr. Bereits im selben Monat startete dann der erste Teil des Vogelkundekurses, den wir zusammen mit dem Vogelschutz Aarwangen und dem Verein für Vogelkunde und Vogelschutz Langenthal unter dem Dach der Volkshochschule Oberaargau initiierten. Carl Antonio Balzari, stellvertretender Leiter des BirdLife Naturzentrums La Sauge, trat als Referent zu den Vögeln am Wasser auf und leitete dann auch gleich die wenige Tage darauf folgende Exkursion bei der Vogelraupfi Berken. Eisig kalt war es an diesem sehr frühen Samstagmorgen und ein wärmendes Getränk wurde von allen Teilnehmenden gerne konsumiert. Allerdings, das Zittern und Schlottern hatte sich gelohnt, wurden wir doch mit zahlreichen Entdeckungen belohnt.

Anfangs März hielten wir im Gasthof Kreuz Bleienbach unsere Hauptversammlung mit erfreulich vielen anwesenden Mitgliedern ab. An dieser Stelle sei einmal ein grosses Dankeschön an die Wirtsfamilie Lisete und Peter Bützberger adressiert, die uns grosszügigerweise immer gratis ihr Sitzungszimmer zur Verfügung stellt, was heute gewiss nicht mehr selbstverständlich ist. Es wurde aber nicht nur Indoor gewirkt, sondern wir pflegten im selben Monat auch noch Hecken und am letzten Tag traten wir gemeinsam mit unseren Nachbarsektionen mit einem Stand am Wochenmarkt in Langenthal auf.

Ende April wurden wir im dritten Kursteil über die Vögel im Siedlungsraum informiert. Toll, mit wieviel Herzblut Carl Antonio uns verschiedene Arten näher brachte, was wir dann gleich in der Praxis am letzten Samstagmorgen des Monats erproben konnten. Die Exkursionsleitung auf Langenthaler Gebiet übernahmen Ueli Marti (Vogelkunde und Vogelschutz Langenthal) und Peter Andres (Vogelschutz Aarwangen).

Im Mai beobachteten wir die Jungvögel auf den Bäumen auf dem Friedhof Langenthal und im Wald des Hinterbergs. Was war das für ein heiteres Zwitschern und Rumgeflatter! Zu guter Letzt staunten wir über die Flugkünste der Schwalben auf dem ebenfalls dort angesiedelten Landwirtschaftsbetriebs.

Am 10. Juni bestiegen um 03.00 Uhr einige unentwegte Mitglieder der drei befreundeten Sektionen den Car, welcher uns ins Fanel / La Sauge fahren sollte. Die frühe Morgenstimmung mit Nebelschwaden und aufgehender Sonne war schlicht ergreifend und liess uns einmal mehr spüren, wie schön unsere Natur eigentlich ist und vor allem dass es doch wert ist, zu ihr Sorge zu tragen. In zwei Gruppen aufgeteilt gaben uns die jeweiligen Exkursionsleiter 'Seh- und Hörhilfen', was dazu führte, dass wir an diesem Standort insgesamt 54 Vogelarten notieren konnten. Heiter stimmten vor allem auch die jungen Bartmeisen, die unter dem Himmelszelt im Schilf einander neckten und turnten.

Ebenfalls im Juni luden wir erneut zur äusserst beliebten Glühwürmchen-Exkursion nach Lotzwil, ohne dabei zu wissen, dass dieser kleine Käfer schon bald zum Tier des Jahres 2019 gekürt werden sollte.

Anfangs Oktober halfen wir erneut am internationalen Zugvogeltag beim Zählen und bei der Standbetreuung mit. Ein Anlass, der immer wie mehr Interessierte anzieht, vor allem auch, wenn sich das Wetter herrlich präsentiert.

Im November hatten wir beinahe ein wenig Stress mit Nistkästen putzen und kantonalem Arbeitseinsatz im Naturschutzgebiet Sängeliweiher (siehe Bericht).

Nach einem reichen und erfüllten Vereinsjahr ohne Unfälle und sonstige negativen Vorkommnisse schlossen wir dieses in gemütlicher Runde bei einem gemeinsamen Essen im Gasthof Kreuz.

Jugendgruppe - Jahresrückblick 2018

Im März war «Sitzstangenbau für Vögel» angesagt. Mit viel Eifer schraubten und nagelten die Kinder die vorbereiteten Hölzer zusammen. Das Aufladen auf den Anhänger war schnell gemacht und wir marschierten ins Kleinholz. Dort hatte uns Werner Jufer gebeten, die Sitzstangen auf seinem Feld aufzustellen. Mit Können und viel Elan wurden die Pfähle mit dem Schlegel eingeschlagen und dann die Stangen mit Kabelbinder fixiert. Der Landbesitzer lobte unsere Arbeit und das Zvieri bei der Hornusserhütte mundete sehr.

Bei den Dorfputzeten halfen wir auch fleissig mit. Das dafür offerierte Mittagessen in Bleienbach und das Sandwich in Lotzwil waren redlich verdient.

Glühwürmchen suchen!! Ja, gibt es sie denn noch? 2017 sichteten wir nur zwei Stück. Dieses Jahr hingegen lohnte sich das Dabeisein, entdeckten wir doch mehr als 10 Stück dieser kleinen «Laternchen». Fast 30 Leute spazierten mit.

Zum Schlafen im Freien fand sich nur ein kleines Trüppli ein. Sieben Kinder und drei Erwachsene machten sich auf die «Pirsch» von Heuschrecken, Faltern und Chäferli, fingen sie mit Netzen ein und bestimmten sie mit Lupen und anhand von schlauen Büchern. Geschlafen wurde erst spät. Es war eine schöne und kühle Nacht. Sterne, Flieger, Satelliten und Sternschnuppen zogen vorbei. Trotz Schlafsack und Decken froren einige Kinder. So gab es ein frühes Erwachen. Um 06.00 Uhr holte ich Gipfeli und Weggli. Die mundeten mit Ovo und Tee besonders gut. Um 07.30 Uhr waren dann bereits alle daheim und - so nehme ich an - auch gleich im wohlig warmen Bett.

Dann war Schwalbenzählen angesagt. In Bleienbach und Lotzwil wurde ich von Kindern aus der Jugendgruppe unterstützt, in Rütschelen war ich aufgrund von Zeitmangel der Buben und Mädchen alleine unterwegs. Beim Nistkastenputzen zeigte sich dasselbe Bild.

Der Jahresabschluss fand im Wald statt. Wir machten ein Feuer, bastelten mit Äpfeln und Nüssen «Gehänge» für die Vögel, welche dann noch mit Meisenknödeln ergänzt und aufgehängt wurden. Anschliessend gab es ein feines Zvieri am Feuer. Äpfel wurden in Folien gegrillt und Marroni in der Pfanne gebraten. Wir hatten den Plausch.

Allen, die im letzten Jahr in der Jugendgruppe mitgeholfen haben ein herzliches Dankeschön, vor allem auch Kathrin Petzold.

Weitere Berichte vom letzten Jahr sind im Dorfspatz (unsere Vereinszeitung) zu finden.